Muhammed Kocer erhält höchste Sportauszeichnung des Landes NRW

3. v.l.

Die Staatsekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, hat Muhammed Kocer in Vertretung von Ministerpräsident Armin Laschet die Sportplakette, die höchste sportliche Auszeichnung des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen einer Festveranstaltung im Capitol Theater in Düsseldorf verliehen. Insgesamt wurden die 20 Ehrengäste ausgezeichnet.

Gleichzeitig feiert die Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen 2019 ihr 60-jähriges Jubiläum. Um dieses zu würdigen, wurden die zu Ehrenden für die Jahre 2018 und 2019 in dieser besonderen Ehrungsveranstaltung zusammengefasst.

Ethische Werte und schnelle Bewegungen

Mehr als 30 Jahre gehört der olympische Taekwondo-Sport zum Leben von Muhammed Kocer (43). „Als Kind wurde ich zu einer Trainingseinheit in einem Sportverein in meiner Heimatstadt Witten überredet. Danach habe ich vom ersten Tag an viel Spaß und Bereitschaft am mitmachen im Taekwondo-Sport gefunden. Es waren vor allem die dynamischen und schnellen Techniken“, so Kocer, „aber auch der Respekt gegenüber meinem Trainingspartner in der Halle.“

„Wie die meisten in meinem Alter hatte ich bereits verschiedene Sportarten ausprobiert, jedoch konnte mich keine davon überzeugen, bzw. ich hatte vielleicht nicht die Motivation oder das geeignete Talent dazu.“ 

„Neben der sportlichen Karriere habe ich vor allem das Ehrenamt betrieben. In vielen Bereichen wurde ich geblockt, es wurden mir Ratschläge von sogenannten langjährigen Ehrenamtlichen gegeben. Es wurden nicht vorhandene Paragraphen genannt. Man vergaß mich einzuladen. Aber manchmal bin ich durch Zufall in ein Ehrenamt gelangt, zum größten Teil jedoch auch mit viel Leistung, großem Wissen und persönlichem ehrenamtlichem Engagement andere überzeugt. Denn unter Ehrenamtverstehe ich die aktive Bereitschaft und auch die Kraft zur Umsetzung. Mit Reden kommt man nicht weit!“

Ehrenamt wandelt sich – Ich auch!

„Auf die Frage hin, ob ich selbst noch viel ehrenamtlich unterwegs bin, kann ich nur sagen, dass mir das mehrstündige Kinder- und Jugendtraining mindestens einmal die Woche als Übungsleiter und Trainer immer noch Spaß macht. Gerade die Kleinsten brauchen viel Übung, um motorische Fähigkeiten zu entwickeln. Vor kurzem habe ich sogar mein 20-jähriges Jubiläum als Fachschaftsleiter Taekwondo im EN-Kreis mit einem Kaffee genießen können. Da waren zwei alte Freunde und Vorsitzende anderer Taekwondo Vereine aus dem Kreis zu Besuch.“

„Aber auch in meinem Heimatverein bin ich ehrenamtlich als Vorsitzender seit 13 Jahren tätig. Meine Aufgabe hat sich dort aber geändert. War es am Anfang die Aufgabe, neben dem gesamten Vereinsalltag junge Menschen für ein Ehrenamt zu motivieren, sehe ich heute meine Aufgabe darin, ihnen optimale Rahmenbedingungen zu schaffen und entsprechend Ihrer Fähigkeiten ein Aufgabenfeld zu bieten. Dadurch sind sie viel motivierter und die Bereitschaft steigt, etwas zu leisten.“ 

Die Sportplakette ist die höchste Auszeichnung, die das Land für herausragendes ehrenamtliches Engagement im Sport vergibt.

„Auch wenn die zahlreichen Ehrenämter heute fester Bestandteil meines Lebens ist und damit vieles nicht mehr so aufregend ist, mache ich das alles immer noch gerne“, sagt Kocer. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich selber zahlreiche Hürden in Sportorganisationen hatte und diese überwinden musste.“

Wie es in Zukunft weitergeht? 

„Auf jeden Fall liegt mir das Training im Verein als Übungsleiter. Wenn man bedenkt, dass wir mehrere Sportlerinnen haben, die mehrfach die Woche z.B. aus Köln zum Training anreisen, obwohl es kein Leistungssport ist. Denke, es ist das gelebtes Teamgefühl.“

„Zudem ist meine sogenannte zweite und dritte Generation der Ehrenamtlichen im Verein und auf vielen sportpolitischen Ebenen sehr aktiv: knapp 30 Übungsleiter- oder Trainerlizenzinhaber, 11 DOSB Jugendleiterlizenzinhaber sowie 5 Vereinsmanager C und B. Ich binde diese in viele Prozesse mit ein und lasse ihnen auch viel Spielraum. Und wenn dann „Gute Ergebnisse“ am Ende vorhanden sind, kann man nur lächeln. Und wenn nicht, lebe ich nach dem Motto „Fehler machen ist erlaubt“.“

„Für einige Projekte in einem meiner Ehrenämter habe ich bereits 2016 die Bundesverdienstmedaille bekommen, welche auch über das Bundesland heraus gingen.“

Voraussichtliche Änderungen im Bildungs- und Teilhabepaket

Ab dem 01. Juli 2019 erhöht sich voraussichtlich der Anteil der Bezuschussung im Rahmen des Bildungsreferat- und Teilhabepaket von 10,00 Euro auf 15,00 Euro. Für die Bescheinigungen und den Ablauf im Procedere werden wir die Mitglieder demnächst informieren.

Quelle:

Bildungs- und Teilhabepaket bringt Erleichterungen für den Sport 

Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen können durch die finanzielle Unterstützung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket zum Beispiel Sportvereinsbeiträge begleichen. Hierbei hat der Deutsche Bundestag mit dem „Starke-Familien-Gesetz“ nun Verbesserungen beschlossen.

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Auftaktveranstaltung für das Referententeam „Taekwondo Lehrer im Schulsport“ in Dortmund

v.l.n.r. Paul Heinrich (Ressortleiter), Klaus Weidinger (Referent), Claudia Herhold (Der Kreisel – Sprachtherapie), Denise Liedtke (Referentin), Mike Paustian (verantwortlicher Referent), Muhammed Kocer (Referent), Thomas Michalak (Referent), Jan Springer (Referent), Ulf Hopf (Referent)

Der Kreisel – Sprachtherapie an der Wasserburg war der Treffpunkt des erweiterten Referententeams der Deutschen Taekwondo Jugend „Lehrer im Schulsport“. 

Der Kreisel – Sprachtherapie an der Wasserburg war der Treffpunkt des erweiterten Referententeams der Deutschen Taekwondo Jugend „Lehrer im Schulsport“. 

Dortmund im Ruhrgebiet

Auf Einladung des Ressortleiters Paul Heinrich reisten einige Taekwondo Sportler aus mehreren Bundesländern zur Auftaktveranstaltung nach Dortmund an. Dabei wurden im Vorfeld die neuen Referenten nach strengen Kriterien ausgewählt, um bundesweit die gleiche Qualität innerhalb des Taekwondo an den Schulen zu gewährleisten, so einer der beiden Ansprechpartner für die Veranstaltung Mike Paustian. 

Mit dem Standort Dortmund und den Räumlichen Bedingungen in den Praxisräumen wurden optimale Voraussetzungen, um viele wichtige Strukturen und Rahmenbedingungen zu besprechen. 

Die Rahmenbedingungen für die Ausbildungen, Implementierung von Konzeptionen in die Lehrpläne, Fortbildungen im Bereich des Taekwondo im Schulsport, Qualitätsstandards für Aus- und Fortbildungen waren ebenfalls Teile dieser Veranstaltung. Aber auch neben der rein fachlichen Weiterbildung nahmen auch die Vermittlung moderner Unterrichtsmethoden einen breiten Rahmen ein. 

Knapp 400 Taekwondo Lehrer im Schulsport in Deutschland

Derzeit gibt es derzeit in der Deutschen Taekwondo Jugend knapp 400 Schulsportlehrer, welche in den nächsten Jahren überproportional steigen wird. Durch das Schulsportkonzept wird für den Taekwondo Sport in Deutschland eine neue Sichtweise für das Kinder und Jugendtraining im offenen Ganztag sowie im Schulsport Taekwondo aufgezeigt. Zudem sind unsere Schulsportlehrer durch die DTU Schulsportprüferlizenz in ihren Schulklassen unabhängig gegenüber anderen DTU Prüfern, welches wiederum die Rahmenbedingungen für die Umsetzung an Schulen erleichtert.

Dabei wurden die neuen Referenten nach strengen Kriterien ausgewählt, um bundesweit die gleiche Qualität zu gewährleisten, so einer der beiden Ansprechpartner Mike Pastian.  Die Praxisräume boten zudem für die Mitglieder der Referententeams optimale Voraussetzungen, um viele wichtige Strukturen und Rahmenbedingungen zu besprechen. 

Besonders die Rahmenbedingungen für die Ausbildungen, Implementierung von Konzeptionen in die Lehrpläne, Fortbildungen im Bereich des Taekwondo im Schulsport, Qualitätsstandards für Aus- und Fortbildungen waren Teile dieser Veranstaltung.

Neben der rein fachlichen Weiterbildung nahm auch die Vermittlung moderner Unterrichtsmethoden einen breiten Rahmen ein.