Lizenzausbildung "Taekwondo-Lehrer im Schulsport"

Die Deutsche Taekwondo Jugend richtet vom 13. – 15.03.2020 die Lizenzausbildung „Taekwondo-Lehrer im Schulsport“ aus. Die Ausbildung ist eine von zwei Ausbildung der Deutschen Taekwondo Jugend 2020. Derzeit sind Teilnehmer aus vier Bundesländern dabei und nur noch wenige Plätze vorhanden.

Taekwondo im Schulsport – pädagogische Ziele

Durch seine besonderen Inhalte, seinem fernöstlichen Hintergrund und der damit verbundenen charakteristischen Etikette und traditionelles Zeremoniell eignet sich Taekwondo hervorragend, Schülerinnen und Schüler in weitere Bewegungsfelder einzuführen und ihnen neue Sinnrichtungen des Sporttreibens zu erschließen. Im Rahmen der Vorgaben durch die gültigen Bildungspläne der jeweiligen Länder kann Taekwondo in verschiedenen Angebotsformen durch die Schule gelehrt werden, z.B.: Kooperation Schule- Verein, Erweitertes Bildungsangebot, Arbeitsgemein-schaften, Projekttage, Wahlbereich oder als fakultatives Angebot innerhalb des regulären Sportunterrichts.

Personelle Voraussetzungen

Taekwondo kann nur durch qualifizierte Lehrkräfte mit einer durch den Taekwondo Bundesfachverband (DTU) anerkannten Ausbildung unterrichtet werden. Ziel ist ein bundeseinheitlicher Standard im Bereich Schulsport-Taekwondo. Um diesen zu erreichen, gibt es neben der genauen Festlegung der Übungs- und Prüfungsbestandteile in der Schulsport-ordnung, eine einheitliche Zusatzausbildung angehender Schulsportlehrer. Um Taekwondo in der Schule qualitativ vermitteln zu können, müssen darüber hinaus bestimmte pädagogische und sportfachliche Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. A)  Diplom-Sportlehrer,
    welche die DTU-Lizenz „Taekwondo Lehrer im Schulsport“ besitzen oder die selbst aktiv Taekwondo betreiben und mindestens mit dem 4. Kup graduiert sind sowie die Lizenz „Taekwondo Lehrer im Schulsport“ besitzen bzw. innerhalb 1 Jahres erwerben.
  2. B)  Lehrer und Lehramtsanwärter,
    die nicht ausgebildete Lehrer im Fach Sport sind, jedoch über eine Trainerausbildung oder eine andere vergleichbare Qualifikation des DOSB in der Sportart Taekwondo besitzen.
  3. C)  Lizensierte Taekwondo-Trainer,
    die zumindest eine pädagogische Zusatzausbildung (DOSB-Lizenz) nachweisen können und innerhalb 1 Jahres die Lizenz „Taekwondo Lehrer im Schulsport“ erwerben.

Wer noch eine der wenigen Plätze haben möchte, kann sich ausschließlich über das Anmeldeformular (http://bit.ly/schulsport2020-1) anmelden. Nach Anmeldung erhalten Teilnehmer eine persönliche Bestätigung ihrer Teilnahme durch die Deutsche Taekwondo Jugend.

Der Lehrgang kann mit 15 UE auch für die Verlängerung der Trainer C und B Ausbildung anerkannt werden. Die Lizenz wird mit 0,5 Bonuspunkten im Fach Theorie bei Danprüfungen anerkannt

Taekwondo Lehrer im Schulsport 2020 – Ausbildung für pädagogische Mitarbeiter zur Umsetzung von Sportangeboten im Schulsport.

Die Deutsche Taekwondo Jugend richtet die „Taekwondo-Lehrer im Schulsport Ausbildung 2020 erstmalig in Dortmund aus. Diese spezielle Ausbildung richtet sich hauptsächlich an pädagogische Fachkräfte und Taekwondo-Trainer mit mindestens einer Übungsleiter- bzw. Trainer C Lizenz haben. Diese Ausbildung findet vom 13. – 15.03.2020 in den Räumlichkeiten der Sportfakultät an der TU Dortmund statt.

Über 400 ausgebildete Taekwondo-Lehrer im Schulsport, davon 5 in Dortmund

Als Kooperationspartner steht der Bundesjugend mit dem Taekwondo Team Kocer e.V. (NWTU) ein kompetenter und erfahrener Taekwondo-Verein vor Ort zur Verfügung, welche besonders im Bereich des Schulsports und Bewegungserziehung im Bereich der Kinder und Jugendlichen Erfahrung mitbringt. 

Ausbildung an der Sportfakultät der TU Dortmund

Inhalte der Ausbildung zum Taekwondo Lehrer im Schulsport der Deutschen Taekwondo Union beinhaltet neben dem theoretischen Unterricht auch zahlreiche intensive praktische und pädagogische Aspekte. Die Inhalte sind schwerpunktmäßig Kinder- und Jugendgerecht gestaltet und an die Vorgaben der jeweiligen Schulbehörden, bzw. den jeweiligen Kultusministerien abgestimmt und festgeschrieben.

Teilnahme von Sport- und Pädagogikstudenten 

Zudem ist neben den sportlichen Fähigkeiten und Eignung auch ein hohes Maß an Sozialkompetenz ein wesentlicher Faktor. Mit der Ausbildung erhalten die Teilnehmer die Prüfberechtigung, Taekwondo als Schulsport im differenzierten Sportunterricht oder als Arbeitsgemeinschaft anzubieten.

Interessierte können sich gerne auf der Homepage des Taekwondo Team Kocer e.V. – Dortmund unter www.tkd-team.de informieren oder hier die >>Ausschreibung<< zur Ausbildung.

Muhammed Kocer erhält höchste Sportauszeichnung des Landes NRW

3. v.l.

Die Staatsekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, hat Muhammed Kocer in Vertretung von Ministerpräsident Armin Laschet die Sportplakette, die höchste sportliche Auszeichnung des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen einer Festveranstaltung im Capitol Theater in Düsseldorf verliehen. Insgesamt wurden die 20 Ehrengäste ausgezeichnet.

Gleichzeitig feiert die Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen 2019 ihr 60-jähriges Jubiläum. Um dieses zu würdigen, wurden die zu Ehrenden für die Jahre 2018 und 2019 in dieser besonderen Ehrungsveranstaltung zusammengefasst.

Ethische Werte und schnelle Bewegungen

Mehr als 30 Jahre gehört der olympische Taekwondo-Sport zum Leben von Muhammed Kocer (43). „Als Kind wurde ich zu einer Trainingseinheit in einem Sportverein in meiner Heimatstadt Witten überredet. Danach habe ich vom ersten Tag an viel Spaß und Bereitschaft am mitmachen im Taekwondo-Sport gefunden. Es waren vor allem die dynamischen und schnellen Techniken“, so Kocer, „aber auch der Respekt gegenüber meinem Trainingspartner in der Halle.“

„Wie die meisten in meinem Alter hatte ich bereits verschiedene Sportarten ausprobiert, jedoch konnte mich keine davon überzeugen, bzw. ich hatte vielleicht nicht die Motivation oder das geeignete Talent dazu.“ 

„Neben der sportlichen Karriere habe ich vor allem das Ehrenamt betrieben. In vielen Bereichen wurde ich geblockt, es wurden mir Ratschläge von sogenannten langjährigen Ehrenamtlichen gegeben. Es wurden nicht vorhandene Paragraphen genannt. Man vergaß mich einzuladen. Aber manchmal bin ich durch Zufall in ein Ehrenamt gelangt, zum größten Teil jedoch auch mit viel Leistung, großem Wissen und persönlichem ehrenamtlichem Engagement andere überzeugt. Denn unter Ehrenamtverstehe ich die aktive Bereitschaft und auch die Kraft zur Umsetzung. Mit Reden kommt man nicht weit!“

Ehrenamt wandelt sich – Ich auch!

„Auf die Frage hin, ob ich selbst noch viel ehrenamtlich unterwegs bin, kann ich nur sagen, dass mir das mehrstündige Kinder- und Jugendtraining mindestens einmal die Woche als Übungsleiter und Trainer immer noch Spaß macht. Gerade die Kleinsten brauchen viel Übung, um motorische Fähigkeiten zu entwickeln. Vor kurzem habe ich sogar mein 20-jähriges Jubiläum als Fachschaftsleiter Taekwondo im EN-Kreis mit einem Kaffee genießen können. Da waren zwei alte Freunde und Vorsitzende anderer Taekwondo Vereine aus dem Kreis zu Besuch.“

„Aber auch in meinem Heimatverein bin ich ehrenamtlich als Vorsitzender seit 13 Jahren tätig. Meine Aufgabe hat sich dort aber geändert. War es am Anfang die Aufgabe, neben dem gesamten Vereinsalltag junge Menschen für ein Ehrenamt zu motivieren, sehe ich heute meine Aufgabe darin, ihnen optimale Rahmenbedingungen zu schaffen und entsprechend Ihrer Fähigkeiten ein Aufgabenfeld zu bieten. Dadurch sind sie viel motivierter und die Bereitschaft steigt, etwas zu leisten.“ 

Die Sportplakette ist die höchste Auszeichnung, die das Land für herausragendes ehrenamtliches Engagement im Sport vergibt.

„Auch wenn die zahlreichen Ehrenämter heute fester Bestandteil meines Lebens ist und damit vieles nicht mehr so aufregend ist, mache ich das alles immer noch gerne“, sagt Kocer. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich selber zahlreiche Hürden in Sportorganisationen hatte und diese überwinden musste.“

Wie es in Zukunft weitergeht? 

„Auf jeden Fall liegt mir das Training im Verein als Übungsleiter. Wenn man bedenkt, dass wir mehrere Sportlerinnen haben, die mehrfach die Woche z.B. aus Köln zum Training anreisen, obwohl es kein Leistungssport ist. Denke, es ist das gelebtes Teamgefühl.“

„Zudem ist meine sogenannte zweite und dritte Generation der Ehrenamtlichen im Verein und auf vielen sportpolitischen Ebenen sehr aktiv: knapp 30 Übungsleiter- oder Trainerlizenzinhaber, 11 DOSB Jugendleiterlizenzinhaber sowie 5 Vereinsmanager C und B. Ich binde diese in viele Prozesse mit ein und lasse ihnen auch viel Spielraum. Und wenn dann „Gute Ergebnisse“ am Ende vorhanden sind, kann man nur lächeln. Und wenn nicht, lebe ich nach dem Motto „Fehler machen ist erlaubt“.“

„Für einige Projekte in einem meiner Ehrenämter habe ich bereits 2016 die Bundesverdienstmedaille bekommen, welche auch über das Bundesland heraus gingen.“

Voraussichtliche Änderungen im Bildungs- und Teilhabepaket

Ab dem 01. Juli 2019 erhöht sich voraussichtlich der Anteil der Bezuschussung im Rahmen des Bildungsreferat- und Teilhabepaket von 10,00 Euro auf 15,00 Euro. Für die Bescheinigungen und den Ablauf im Procedere werden wir die Mitglieder demnächst informieren.

Quelle:

Bildungs- und Teilhabepaket bringt Erleichterungen für den Sport 

Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen können durch die finanzielle Unterstützung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket zum Beispiel Sportvereinsbeiträge begleichen. Hierbei hat der Deutsche Bundestag mit dem „Starke-Familien-Gesetz“ nun Verbesserungen beschlossen.

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