Dan Prüfung im Hapkido

Am 12. Oktober 2019 fand in Oelde die jährliche Dan-Prüfung des Jun-Tong-Won Hapkido von Großmeister Detlef Klos unter dem Dach der koreanischen Hanminjok Hapkido Association statt. Die diesjährige Prüfungskommission war hochrangig besetzt: Unter den wachsamen Augen von Detlef Klos (Paderborn), Wolfgang Reimann (Bönen) und Rony Dassen aus Belgien – alle Träger des 9. Dan im Hanminjok Hapkido – mussten 6 Anwärter für den 1. Bis 5. Dan ihr Können unter Beweis stellen. Als zukünftiger Träger des 3. Dans trat Marcus Frenkel an, der in Dortmund im Taekwondo Team Kocer e. V. die Abteilung Hapkido leitet.
Wie jedes Jahr mussten die Dananwärter ein umfangreiches Prüfungsprogramm absolvieren, um die Prüfung zum nächsten Dan zu bestehen.

Den Anfang machte wie jedes Jahr die Fallschule, gewissermaßen zum Aufwärmen vor der eigentlichen Prüfung. Anschließend mussten die Prüflinge in den Prüfungsfächern Hyeong (Formen) und Mooki (Waffenformen) beweisen, dass sie ihren Körper und ihre Waffen beherrschen. Neben der körperlichen Anstrengung erforderte dieser Bestandteil der Prüfung die höchste Konzentration, denn selbst wenn eine Form schon hundert Mal geübt wurde, ist ein Fehler in der Aufregung der Prüfung schnell passiert. In den Waffenformen musste – je nach zu erreichendem Dangrad – gezeigt werden, dass die Anwärter mit Kurzstock, Langstock, Kurzschwert und Schwert umzugehen wissen.

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Spiel- und Bewegungsfest „Begegnung bei Bewegung“ in Dortmund-Marten am 20.09.2019

Die Sportjugend im SSB Dortmund e. V. richtete im Rahmen des Landesprojektes Sportplatz Kommune am Freitag, 20.09.2019 von 9.30 Uhr bis 14.00 Uhr, das interkulturelle und generationsübergreifende Spiel- und Bewegungsfest „Begegnung bei Bewegung“ auf dem Gelände der Friedens Grundschule aus.

Die teilnehmenden Grund- und Förderschulen und Vorschulkinder der Kindertageseinrichtungen aus dem Stadtbezirk Lütgendortmund traten mit ca. 550 Kindern in zwei Gruppen an. Die Vorschulkinder sowie die 1. und 2. Klassen liefen von 10 Uhr bis 12 Uhr durch die Stationen, die 3. und 4. Klassen folgten von 12 Uhr bis 14 Uhr. Zu den Bewegungsstationen gehörten unter anderem eine große Hüpfburg, ein Kletterfelsen, eine Trainingsstation der Vereine Taekwondo Team Kocer e.V. und TSC Eintracht Dortmund und viele weitere Kleinspielgeräte. Da dieses Spiel- und Bewegungsfest nicht nur für Kinder gedacht ist, sondern auch die Generationen und Kulturen verbinden möchte, waren die direkt in der Nachbarschaft liegende Vereine, Jugendfreizeitstätten, Senioreneinrichtungen und Migrantenselbstorganisationen ebenfalls mit eingeladen. Ein „Netzwerk-Café“ lud zum Vernetzen und zum Entwickeln neuer innovativer Kooperationen ein.

Bewegung, Spiel und Sport sind für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen von großer Bedeutung. Sport vermittelt in seiner ganzen Vielfalt unterschiedliche Erfahrungen: Freude und Spaß an der Bewegung, motorische Fertigkeiten und Fähigkeiten, soziale Kompetenzen und kognitive Fertigkeiten. 
Zur erfolgreichen Umsetzung des Projektes Sportplatz Kommune ist ein lokales (Bildungs-)Netzwerk unabdingbar. Hier arbeiten der Fachbereich Schule, der Ausschuss für den Schulsport und der StadtSportBund/ die Sportjugend Dortmund eng zusammen und führten unteranderem dieses Sportfest gemeinsam durch.

Bereits im Juli dieses Jahrs wurde eine weitere Veranstaltung im Westpark mit allen umliegenden Kindertageseinrichtungen sowie allen im Umkreis liegenden Grund- und Förderschulen erfolgreich mit rund 650 Kindern durchgeführt.

Lydia Brinkmann
Projektkoordination „NRW bewegt seine Kinder!“

Rückblick „Prävention Sexualisierte Gewalt im Sport“

Exakt drei Jahre ist es nun her, als der Verein Taekwondo Team Kocer alle Qualitätsstandards zur Aufnahme in das Qualitätsbündnis zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport erfüllt hat. Diese wurde 2016 mit einer Mitgliedschaftsurkunde bestätigt, welche durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW sowie durch den Landessportbund NRW ausgezeichnet wurde.

Frühzeitige Präventionsarbeit im Sport

Als einer der ersten Vereine haben wir uns auf dem Weg gemacht, Kinder und Jugendliche in den Strukturen des Sports zu stärken und zu schützen, so der 1. Vorsitzende Muhammed Kocer. Vor allem im Taekwondo-Sport im Verein haben wir derzeit fast 80% Kinder und Jugendliche ab 5 Jahren.

Mit der Anpassung der Satzung, der Einrichtung einer Referentin für Prävention und regelmäßigen Fortbildungen von Verantwortlichen, Erstellung einer Kinderschutzordnung und Materialien für die Aufklärung haben wir große Schritte im Themengebiet im Verein gemacht. 

Regelmäßige Fortbildungen

Seitdem wurden alle Trainer, Jugendleiter und Vorstandsmitglieder geschult. Wir haben uns dieses freiwillig auf die Fahnen geschrieben, um alle mit ins Bott zu holen und für dieses Thema zu sensibilisieren. Zahlreiche Sicherheitsaspekte wurden durch Experten ehrenamtlich installiert. Durch unsere Eltern und Angehörigen ist diese Arbeit im Verein ist das besonders als wichtig und positiv erachtet worden. 

Deswegen haben wir das ganze sogar auf freiwilliger Basis auch auf unsere Eltern erweitert, so Kocer. Zudem sind auf allen Ebenen Sozialpädagogen oder andere Fachkräfte für die Kinder und Jugendarbeit aktiv beteiligt.

Wer mehr über die Arbeit des Vereins wissen will, kann sich unter www.tkd-team.de erkundigen.

Muhammed Kocer erhält höchste Sportauszeichnung des Landes NRW

3. v.l.

Die Staatsekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, hat Muhammed Kocer in Vertretung von Ministerpräsident Armin Laschet die Sportplakette, die höchste sportliche Auszeichnung des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen einer Festveranstaltung im Capitol Theater in Düsseldorf verliehen. Insgesamt wurden die 20 Ehrengäste ausgezeichnet.

Gleichzeitig feiert die Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen 2019 ihr 60-jähriges Jubiläum. Um dieses zu würdigen, wurden die zu Ehrenden für die Jahre 2018 und 2019 in dieser besonderen Ehrungsveranstaltung zusammengefasst.

Ethische Werte und schnelle Bewegungen

Mehr als 30 Jahre gehört der olympische Taekwondo-Sport zum Leben von Muhammed Kocer (43). „Als Kind wurde ich zu einer Trainingseinheit in einem Sportverein in meiner Heimatstadt Witten überredet. Danach habe ich vom ersten Tag an viel Spaß und Bereitschaft am mitmachen im Taekwondo-Sport gefunden. Es waren vor allem die dynamischen und schnellen Techniken“, so Kocer, „aber auch der Respekt gegenüber meinem Trainingspartner in der Halle.“

„Wie die meisten in meinem Alter hatte ich bereits verschiedene Sportarten ausprobiert, jedoch konnte mich keine davon überzeugen, bzw. ich hatte vielleicht nicht die Motivation oder das geeignete Talent dazu.“ 

„Neben der sportlichen Karriere habe ich vor allem das Ehrenamt betrieben. In vielen Bereichen wurde ich geblockt, es wurden mir Ratschläge von sogenannten langjährigen Ehrenamtlichen gegeben. Es wurden nicht vorhandene Paragraphen genannt. Man vergaß mich einzuladen. Aber manchmal bin ich durch Zufall in ein Ehrenamt gelangt, zum größten Teil jedoch auch mit viel Leistung, großem Wissen und persönlichem ehrenamtlichem Engagement andere überzeugt. Denn unter Ehrenamtverstehe ich die aktive Bereitschaft und auch die Kraft zur Umsetzung. Mit Reden kommt man nicht weit!“

Ehrenamt wandelt sich – Ich auch!

„Auf die Frage hin, ob ich selbst noch viel ehrenamtlich unterwegs bin, kann ich nur sagen, dass mir das mehrstündige Kinder- und Jugendtraining mindestens einmal die Woche als Übungsleiter und Trainer immer noch Spaß macht. Gerade die Kleinsten brauchen viel Übung, um motorische Fähigkeiten zu entwickeln. Vor kurzem habe ich sogar mein 20-jähriges Jubiläum als Fachschaftsleiter Taekwondo im EN-Kreis mit einem Kaffee genießen können. Da waren zwei alte Freunde und Vorsitzende anderer Taekwondo Vereine aus dem Kreis zu Besuch.“

„Aber auch in meinem Heimatverein bin ich ehrenamtlich als Vorsitzender seit 13 Jahren tätig. Meine Aufgabe hat sich dort aber geändert. War es am Anfang die Aufgabe, neben dem gesamten Vereinsalltag junge Menschen für ein Ehrenamt zu motivieren, sehe ich heute meine Aufgabe darin, ihnen optimale Rahmenbedingungen zu schaffen und entsprechend Ihrer Fähigkeiten ein Aufgabenfeld zu bieten. Dadurch sind sie viel motivierter und die Bereitschaft steigt, etwas zu leisten.“ 

Die Sportplakette ist die höchste Auszeichnung, die das Land für herausragendes ehrenamtliches Engagement im Sport vergibt.

„Auch wenn die zahlreichen Ehrenämter heute fester Bestandteil meines Lebens ist und damit vieles nicht mehr so aufregend ist, mache ich das alles immer noch gerne“, sagt Kocer. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich selber zahlreiche Hürden in Sportorganisationen hatte und diese überwinden musste.“

Wie es in Zukunft weitergeht? 

„Auf jeden Fall liegt mir das Training im Verein als Übungsleiter. Wenn man bedenkt, dass wir mehrere Sportlerinnen haben, die mehrfach die Woche z.B. aus Köln zum Training anreisen, obwohl es kein Leistungssport ist. Denke, es ist das gelebtes Teamgefühl.“

„Zudem ist meine sogenannte zweite und dritte Generation der Ehrenamtlichen im Verein und auf vielen sportpolitischen Ebenen sehr aktiv: knapp 30 Übungsleiter- oder Trainerlizenzinhaber, 11 DOSB Jugendleiterlizenzinhaber sowie 5 Vereinsmanager C und B. Ich binde diese in viele Prozesse mit ein und lasse ihnen auch viel Spielraum. Und wenn dann „Gute Ergebnisse“ am Ende vorhanden sind, kann man nur lächeln. Und wenn nicht, lebe ich nach dem Motto „Fehler machen ist erlaubt“.“

„Für einige Projekte in einem meiner Ehrenämter habe ich bereits 2016 die Bundesverdienstmedaille bekommen, welche auch über das Bundesland heraus gingen.“