Profilerweiterung Inklusion

Menschen mit Behinderungen müssen sich nicht ihrer Umwelt anpassen, sondern die Umwelt muss sich insoweit verändern, dass kein Mensch aufgrund von Barrieren oder körperlichen Einschränkungen ausgeschlossen bleibt. Für viele Kampfsportarten, darunter auch dem Taekwondo Sport in NRW ist vor diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe gestellt worden und muss sich der daraus ergebenden Chancen und Möglichkeiten für den Taekwondo Sport sinnvoll nutzen.

Für den Taekwondo Team Kocer e.V. im Westen Dortmunds nahm Waltraud Mudrich an der Profilerweiterung Inklusion der Sportjugend Hessen mit dem Schwerpunkt Kinder und Jugendliche in Wetzlar teil. Die Profilerweiterung, welche 30 Lerneinheiten umfasste, bot den anwesenden ausgebildeten Übungsleitern aus verschiedenen Vereinen zahlreiche Theorie- und Praxiseinheiten zum Behindertensport, Impulse zu den verschiedenen Sportarten im Behindertensport sowie zahlreiche Impulse zu den Settings, den Rechtslagen in den Vereinen und Umsetzungsimpulsen für die Arbeit im eigenen Verein.

Sensibilisierung für die Leitung von Trainingseinheiten im Para Taekwondo

Mudrich, selbst Pädagogin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bergischen Universität unterstützt die konzeptionelle Arbeit des Taekwondo Team Kocer e.V. im Bereich des Behindertensports. Dabei geht es vor allem um die Wissensvermittlung rund um das Thema Inklusion im Sport.

Solche Fortbildung sensibilisieren Übungsleiter und Vereinsvertreter für sichtbare wie auch nicht gleich erkennbare Einschränkungen im Sport und regen an, selbst Initiativen zu ergreifen, um mit den neuen Fachkenntnissen als Multiplikatoren zu fungieren. Diese Arbeit wird im Taekwondo Team Kocer seit Jahren gelebt, so Mudrich.

Unsere Vereinsimpulse reichen weit, so Kocer. Leider fehlen uns die entsprechenden Hallenzeiten, um unsere Projekte mit Leben zu füllen, jedoch haben wir es geschafft, in mehreren Vereinen und Partnern Unterstützungsleistungen zu geben, dort die inklusive Öffnung der Sportverein zu schaffen. 

Spiel- und Bewegungsfest „Begegnung bei Bewegung“ in Dortmund – Marten am 21.09.2018


Die Sportjugend im SSB Dortmund e. V. richtete im Rahmen des Landesprojektes „KommSport“ am Freitag, den 21.09.2018 von 9:45 bis 14:00 Uhr, das interkulturelle und generationsübergreifende Spiel- und Bewegungsfest „Begegnung bei Bewegung“ auf dem Gelände der Friedens Grundschule aus. Dezernentin Frau Zoerner, Schulrätin Frau Doyscher-Lutz und Schulleitung der Friedens Grundschule Frau Dreps eröffneten das Spiel- und Bewegungsfest bei noch gutem Wetter und begrüßten alle Beteiligten, insbesondere natürlich die Kinder.

Im Anschluss an die Grußworte stellte eine Seniorentanzgruppe aus Dortmund ihr ganzes Können unter Beweis. Auf Grund des leider unbeständigen Wetters, haben von rund 850 angemeldeten Kindern nur ca. 500 Kinder der Grundschulen und Kindertageseinrichtungen aus dem Stadtbezirk Lütgendortmund teilgenommen.

Die Vorschulkinder sowie die 1. und 2. Klassen liefen bei noch recht gutem Wetter von 10:00 bis 12:00 Uhr durch die Stationen. In der zweiten Phase haben aufgrund des Wetters nur noch Kinder der Friedens Grundschule teilgenommen. Einige Stationen wurden für die Kinder in dieser Zeit in die Sporthalle der Schule verlegt. Zu den Bewegungsstationen gehörten unter anderem eine Hüpfburg, ein Kletterfelsen, Trainingsstationen der Vereine Taekwondo Team Kocer e. V., TSC Eintracht Dortmund e. V. und THS Blau-Weiß e. V. Lütgendortmund sowie viele weitere Kleinspielgeräte. Da dieses Spiel- und Bewegungsfest nicht nur für Kinder gedacht ist, sondern auch die Generationen und Kulturen verbinden möchte, waren die direkt in der Nachbarschaft liegenden Jugendfreizeitstätten, Senioreneinrichtungen und Migrantenselbstorganisationen ebenfalls mit eingeladen.

Ein „Netzwerk-Café“ lud zum Austausch und Entwickeln neuer innovativer Kooperationen ein. Bewegung, Spiel und Sport sind für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen von großer Bedeutung. Sport vermittelt in seiner ganzen Vielfalt unterschiedliche Erfahrungen: Freude und Spaß an der Bewegung, motorische Fertigkeiten und Fähigkeiten, soziale Kompetenzen und kognitive Fertigkeiten. Zur erfolgreichen Umsetzung des Projektes „KommSport“ ist ein lokales (Bildungs-)Netzwerk unabdingbar. Hier arbeiten der Fachbereich Schule, der Ausschuss für den Schulsport und der StadtSportBund/Sportjugend Dortmund eng zusammen und führten unter anderem dieses Sportfest gemeinsam durch.

Quelle: https://www.ssb-do.de/startseite/service/news?id=17989

Bild: Sportjugend Dortmund

1. Handicap DAN Prüfung in der NWTU

Am 16.09.2018 haben 2 Sportler mit Handicap in Dortmund die Prüfung zum 2. Dan abgelegt.

In kleinem Kreis haben sie die Möglichkeit genutzt, an der ersten Prüfung für die Gruppe der Taekwondoin mit Handicap teilzunehmen. Bisher mussten Sportler an Prüfungen teilnehmen, an denen auch nicht gehandicapte teilgenommen haben.

Durch das neue Format hat die NWTU mit Landesprüfungsreferenten (LPR) Richard Solarski Geschichte geschrieben. Der LPR hat schon mit dem Prüfungsformat Ü 40 Geschichte geschrieben. Ein Format welches mittlerweile in Deutschland häufig kopiert wird.

Solarski ist sich sicher, dass auch das neue Format Nachahmer in der Deutschen Taekwondo Union (DTU) finden wird.

Beide Prüflinge zeigten durchweg gute Leistungen. Natürlich mussten sie alle Bereiche des Taekwondo zeigen, welche auch nichtbehinderte Sportler für den jeweiligen DAN Grad zeigen müssen. Das Format erlaubte jedoch größere Rücksichtnahme auf individuelle Bedürfnisse des jeweiligen Sportlers.

Heute wurde ein Schritt in eine neue Ära der Inklusion im Taekwondo gemacht, war sich der Para Beauftrage Arndt Mallepree sicher. Diese Prüfung erlaubt den jeweiligen Prüfern genau hinzusehen, wenn Sportler mit ihrem jeweiligen Handicap antreten. Heute waren Leistungen von den Prüflingen zu sehen, die mit Kenntnis des jeweiligen Handicaps, unvorstellbar erscheinen.

Dazu möchte ich in diesem Rahmen nochmal beiden Prüflingen, Jessica Wassermann (SV 03 Geseke e.V.) und Niklas Bartsch (JSV Lippstadt e.V.) gratulieren!

Gerade solche Leistungen sind für den jeweiligen Sportler Bestätigung und Ansporn weiter zu machen. Für Sportler ohne Handicap sind sie Vorbilder und ein Zeichen, dass unser Sport auch für Sportler mit besonderen Bedürfnissen gemacht ist.

Der Ausrichtende Verein „Taekwondo Team Kocer e.V.“  aus Dortmund hat mit viel Umsicht die Vorbereitungen für diese Prüfung gestaltet. Trotz der geringen Anzahl an Prüflingen stand ein Arzt die ganze Prüfung über zur Verfügung. Kocer der selbst in Sachen Inklusion ein Vorreiter ist, hat auch damit einen neuen Standard gesetzt, was von LPR Solarski zu Recht entsprechend gewürdigt wurde.

In den jeweiligen einführenden Reden zur Prüfung, haben sowohl Solarski wie auch Mallepree betont, dass es nicht um das jeweilige Handicap ging, sondern um die gezeigte Leistung.

Beide hoffen, dass mehr Sportler mit Handicap sich trauen, ihre Leistungen auf dieser Prüfung zu zeigen.

Einen Ausblick gab LPR Solarski noch, als er ankündigte, dass dieses Prüfungsformat fester Bestandteil der NWTU Dan Prüfungen wird.

Der erste Schritt wurde heute gemacht. Andere Schritte sind bereits vorbereitet und werden noch dieses Jahr folgen.

Bericht: Arndt Mallepree                             Bilder: privat

Quelle: https://www.nwtu.de/news/singleansicht/datum/2018/09/18/bericht-1-handicap-dan-pruefung-in-der-nwtu.html?cHash=95cb34f444a9c6d5b0098fa9f0f85616

Übungsleiter C Lizenz für Waltraud Mudrich – Ehrenamtliches Engagement für Team Kocer

 

Waltraud Mudrich, Mitarbeiterin der Bergischen Universität und Mitglied des Taekwondo Team Kocer e.V. erhielt die Übungsleiter C Lizenz des Deutschen Olympischen Sportbundes im Rahmen Ihrer abgeschlossenen Übungsleiter C Ausbildung beim Stadtsportbund Köln.

Die Übungsleiterausbildung umfasst 120 Lerneinheiten und beinhaltet zahlreiche Bereiche aus dem Vereinsrecht sowie Kenntnisse im Bereich der Anatomie des Menschlichen Körpers. Diese Lizenz wird als Grundvoraussetzung empfohlen, um Sportartspezifisch und Sportartübergreifend weitere Qualifikationen zu erwerben.

Ein Ziel in Richtung Ehrenamt

Es wird für viele Sportvereine auch immer schwieriger, engagierte Ehrenamtliche zu finden und Sie langfristig an den Verein zu binden, so das Vorsitzender vom Taekwondo Team Kocer e.V.. Den Zugang zum Taekwondo Sport hat die studierte Lehrerin über den Hochschulsport gehabt und sich dann an den Taekwondo Verein im Westen Dortmunds gebunden. Dabei unterstützt die Trägerin des blauen Taekwondo Gürtels den Verein in vielen Belangen, vor allem der Lehrerfortbildung mit Kooperationspartnern und der Erstellung von konzeptionellen Materialien im Bereich der Bildung für die Schule und die Kindergärten.

 

Pro Bono Ehrenamt im Dortmunder Taekwondo Verein

Pro bono ist eine Form des Ehrenamts, bei denen die pro-bono-Kräfte spezifische Kenntnisse und Fähigkeiten einbringen. Das Engagement erfolgt dabei zeitlich begrenzt, freiwillig und ohne Bezahlung oder zu einer Bezahlung, die deutlich unter dem marktüblichen Preis liegt. Quelle: Wikipedia

Dabei bietet das Ehrenamt im Sportverein vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten an. Vom Gruppenhelfer bis zum Jugendsprecher, vom Trainerassistenten bis zum Jugendleiter sowie die zahlreichen Vorstandsfunktionen und Beauftragte für gesellschaftliche Themen. Um Ehrenamtliche langfristig an den Verein binden zu können, müssen wir auch deren Fähigkeiten und auch die Bereitschaft kennen, unter welchen Voraussetzungen Sie sich engagieren können und wollen.

Für Mudrich steht die Entscheidung klar. Ich würde mich im Taekwondo Sport immer wieder engagieren. Und man gleichzeitig etwas für den Beruf erlernen und sich zusätzlich qualifizieren. Und vor allem macht es Spaß.

Wer mehr über den Taekwondo Sport, das Ehrenamt im Verein oder allgemein informieren möchte, kann sich unter www.tkd-team.de informieren.

 

Kampfsport für Jugendliche in Lütgendortmund – Schnupperaktion für Interessierte

Jugendliche wollen sich messen, Jugendliche wollen Spaß. Sie interessieren sich für spannende und vielfältige koreanische Kampfsoportart. Taekwondo ist seit 2000 olympisch. Taekwondo wird weltweit von mehreren Millionen Menschen betrieben.

Was sich jedoch so einfach anhört, bedeutet jahrelanges Training. Zudem haben viele Interessierte keine Vorkenntnisse im Kampfsport und wissen nicht, ob Taekwondo überhaupt etwas für einen ist.

Jeder fängt mit dem weißen Gürtel an!

Um gleich zu Beginn ein Bild davon machen können, welche Fassetten Taekwondo an der Friedensgrundschule in Lütgendortmund bietet, wird oft ein kleines kurzes persönliches Gespräch geführt. Wer glaubt, Kampfsport wäre nur etwas für Jungs, der wird sich bei uns im Verein irren. 65% der Mitglieder sind weiblich. Viele gehen auf das Gymnasium, sind in Schuler- und Studentenvertretungen aktiv und betreiben die koreanische Kampfsportart, um sich selbst weiter zu entwickeln und um Spaß zu haben, so der 1. Vorsitzende Muhammed Kocer.

Breitensport vs. Leistungssport

Wer Taekwondo auf Leistungssportebene betreibt, konzentriert sich oft auf eine Disziplin dieser Sportart. Das reduziert die Möglichkeit, seine Fähigkeiten über mehrere Disziplinen zu intensivieren. Zudem braucht man für den Leistungssport durchschnittlich 8 bis 10 Jahre, bis man auf einer Europameisterschaft mitmachen kann. Daher sind besonders Erfolge in Kampfsportarten in kürzester Zeit oder Versprechen von Trainern, Sportler erfolgreich zu machen, mit einer gewissen Skepsis zu betrachten.

Nächsten Schnupperkurse für Jugendliche ab 14 Jahren finden bis Ende September jeweils von 19:45 – 21:15 in der Friedensgrundschule statt.
Es empfiehlt sich langfristig natürlich an allen Einheiten teilzunehmen. Ausnahmen sind aber möglich und können mit den Trainern abgestimmt werden. Vorkenntnisse oder spezielle Sportkleidung wie etwa ein Taekwondo Anzug sind nicht erforderlich.

Haben Sie Fragen? Möchten Sie weitere Infos zum Training, den Anfängerkursen für Jugendliche , dem Kinder- und Jugendtraining oder zum Taekwondo ganz allgemein? Dann rufen Sie uns gerne an unter Telefon 0172 – 88 98 28 1 oder besuchen Sie uns unter www.tkd-team.de.