Das WIR gewinnt – bei unserem diesjährigen Gemeinschaftslehrgang in Dortmund blieben wir nicht unter uns – ganz im Gegenteil – unser Gemeinschaftslehrgang richtet sich an alle Kampfkunst interessierten und somit konnten wir neben Teilnehmern verschiedener Hapkido-Stile auch Sportler aus z.B. dem Taekwondo und Haidong Gumdo für diesen Lehrgang begeistern. Ausrichter war der Verein Taekwondo Team Kocer e.V. mit Ihrer Hapkido Gruppe. Gemeinsam trainierten wir über zwei Tage in den Sporthallen der Fine-Frau-Grundschule in Dortmund-Dorstfeld. Die Sportler entsprechend nach Ihrem Alter in zwei Gruppen aufgeteilt, damit die Referenten ihr Programm entsprechend der Zielgruppe anpassen konnten.
Die Deutsche Taekwondo Jugend richtet die „Taekwondo-Lehrer im Schulsport Ausbildung 2020 erstmalig in Dortmund aus. Diese spezielle Ausbildung richtet sich hauptsächlich an pädagogische Fachkräfte und Taekwondo-Trainer mit mindestens einer Übungsleiter- bzw. Trainer C Lizenz haben. Diese Ausbildung findet vom 13. – 15.03.2020 in den Räumlichkeiten der Sportfakultät an der TU Dortmund statt.
Über 400 ausgebildete Taekwondo-Lehrer im Schulsport, davon 5 in Dortmund
Als Kooperationspartner steht der Bundesjugend mit dem Taekwondo Team Kocer e.V. (NWTU) ein kompetenter und erfahrener Taekwondo-Verein vor Ort zur Verfügung, welche besonders im Bereich des Schulsports und Bewegungserziehung im Bereich der Kinder und Jugendlichen Erfahrung mitbringt.
Ausbildung an der Sportfakultät der TU Dortmund
Inhalte der Ausbildung zum Taekwondo Lehrer im Schulsport der Deutschen Taekwondo Union beinhaltet neben dem theoretischen Unterricht auch zahlreiche intensive praktische und pädagogische Aspekte. Die Inhalte sind schwerpunktmäßig Kinder- und Jugendgerecht gestaltet und an die Vorgaben der jeweiligen Schulbehörden, bzw. den jeweiligen Kultusministerien abgestimmt und festgeschrieben.
Teilnahme von Sport- und Pädagogikstudenten
Zudem ist neben den sportlichen Fähigkeiten und Eignung auch ein hohes Maß an Sozialkompetenz ein wesentlicher Faktor. Mit der Ausbildung erhalten die Teilnehmer die Prüfberechtigung, Taekwondo als Schulsport im differenzierten Sportunterricht oder als Arbeitsgemeinschaft anzubieten.
Interessierte können sich gerne auf der Homepage des Taekwondo Team Kocer e.V. – Dortmund unter www.tkd-team.de informieren oder hier die >>Ausschreibung<< zur Ausbildung.
Am 2.11.2019 fand ein weiterer Danvorbereitungslehrgang für Anwärter/innen des 1. bis 3. Dans in Neuss statt. An diesem Lehrgang nahmen auch Mitglieder des Taekwondo Team Kocer e.V. aus dem Dortmunder Westen teil.
Wesentliche Bestandteile des Lehrgangs waren unter anderem der Ablauf einer Dan-Prüfung, welcher in der Regel zunächst in der Abfrage der Grundtechniken besteht. Hierbei wurden den Teilnehmenden einige Besonderheiten nahegelegt, welche bei Berücksichtigung in der eigentlichen Dan Prüfung oft einen guten, bei Vergessen hingegen oftmals einen negativen Eindruck, hinterlassen.
Darüber hinaus wurde allen Teilnehmern bewusst gemacht, wie groß der Einfluss der Prüfungssituation auf die eigene Leistung sein kann.
So wurden die vielen Augenpaare, die beim Lauf der Prüfungsform (Taeguk Pal-Jang) auf die Läufer/innen gerichtet waren, sehr schnell zum Auslöser für zitternde Hände oder ein Vergessen des Kampfschreis, was allerdings vielen eine nützliche Erfahrung sein kann, um in der Prüfung mit einer eventuell aufkeimenden Nervosität besser umgehen zu können.
Darüber hinaus wurde der Einschrittkampf (Il Bo Taeryon) näher thematisiert und die Selbstverteidigung (Hosinsul) rückte gegen Ende des Lehrgangs näher in den Vordergrund. Bezüglich der Selbstverteidigung ging es spezifisch um den Unterschied zwischen dem Nutzen und der Ästhetik einiger Techniken, welche häufig nicht gleichzusetzen sind.
Abgesehen davon war ein weiteres prüfungsrelevantes Thema der Wettkampf. Wie es auch bei den anderen Sektionen bereits der Fall gewesen ist, arbeiteten verschiedene Teilnehmer zusammen und führten vorgegebene Techniken durch.
Ein deutlicher Unterschied zum herkömmlichen Training war, dass Teilnehmer/innen teils ihre Partner/innen wechselten und so einen Eindruck in die Umsetzung des Taekwondos anderer Vereine erhalten konnten und bereits einen Blick in die Dan Prüfung werfen konnten, bei welcher die Konstellation der Miteinandertrainierenden nicht selten variiert.
Die letzte Thematik des Lehrgangs bestand im Bruchtest . Den Teilnehmenden wurde erklärt, dass es zwar nicht unbedingt ein K.O-Kriterium ist, einen Bruchtest zu verpatzen, dass dem allerdings gleichsam vorgebeugt werden kann, beispielsweise durch die richtige Positionierung des Brettes oder eine Maximierung des Schwungs einer Technik.
Insgesamt lässt sich sagen, dass der Lehrgang (aus unserer Perspektive) sehr bereichernd und hilfreich gewesen ist und wir bedanken uns bei den durchführenden Trainern der Nordrhein-Westfälischen Taekwondo Union (NWTU) für viele nützliche Informationen und Tipps.
Wer Interesse am Taekwondo-Sport hat, kann gerne sich unter www.tkd-team.de informieren oder gerne zum Schnuppertraining vorbei kommen.
Verfasserinnen: Alexandra Sosadzin und Marie Dommasch
Am 12. Oktober 2019 fand in Oelde die jährliche Dan-Prüfung des Jun-Tong-Won Hapkido von Großmeister Detlef Klos unter dem Dach der koreanischen Hanminjok Hapkido Association statt. Die diesjährige Prüfungskommission war hochrangig besetzt: Unter den wachsamen Augen von Detlef Klos (Paderborn), Wolfgang Reimann (Bönen) und Rony Dassen aus Belgien – alle Träger des 9. Dan im Hanminjok Hapkido – mussten 6 Anwärter für den 1. Bis 5. Dan ihr Können unter Beweis stellen. Als zukünftiger Träger des 3. Dans trat Marcus Frenkel an, der in Dortmund im Taekwondo Team Kocer e. V. die Abteilung Hapkido leitet. Wie jedes Jahr mussten die Dananwärter ein umfangreiches Prüfungsprogramm absolvieren, um die Prüfung zum nächsten Dan zu bestehen.
Den Anfang machte wie jedes Jahr die Fallschule, gewissermaßen zum Aufwärmen vor der eigentlichen Prüfung. Anschließend mussten die Prüflinge in den Prüfungsfächern Hyeong (Formen) und Mooki (Waffenformen) beweisen, dass sie ihren Körper und ihre Waffen beherrschen. Neben der körperlichen Anstrengung erforderte dieser Bestandteil der Prüfung die höchste Konzentration, denn selbst wenn eine Form schon hundert Mal geübt wurde, ist ein Fehler in der Aufregung der Prüfung schnell passiert. In den Waffenformen musste – je nach zu erreichendem Dangrad – gezeigt werden, dass die Anwärter mit Kurzstock, Langstock, Kurzschwert und Schwert umzugehen wissen.
Unsere 4. Veranstaltung für das Ehrenamt findet dieses Jahr am 07. Dezember 2019 ab 17:00 Uhr im besonderen Rahmen findet in den Räumlichkeiten des BierCafe West statt.
Jedes Jahr werden bei uns im Taekwondo Team Kocer auf allen Ebenen mehrere hundert Stunden ehrenamtliches und vor allem besonderes geleistet. Alleine dieses Jahr haben wir mehr als 1500 Stunden von Mitgliedern und Nichtmitgliedern gezählt. Dazu kommen zahlreiche Fortbildungen von Ehrenamtlichen, um diese Strukturen weiter zu stärken und zu fördern.
Daher möchten wir uns bedanken und laden alle Mitglieder, Freunde und Förderer ein, sich in einem kleinen Rahmen mit uns diesen Abend zu verbringen. Ein kleines Buffet und nichtalkoholische Getränke stehen kostenfrei zur Verfügung.
Als Dank für unsere ehrenamtliche Arbeit unterstützt das BierCafe West unter der Leitung der Fam. Karadas uns als Verein und übernimmt einige Unkosten unserer zu ehrende Mitglieder. Daher ein großes „DankeSchön“ für die besondere Wertschätzung.
Zeitgleich werden einige Mitglieder aufgrund ihrer Mitgliedschaft im Verein geehrt. Diese sowie einige Ehrenamtliche bekommen bis zum 15. November 2019 eine gesonderte Einladung.
Begrenztes Kartenkontingent: Wer noch Karten für unsere Veranstaltung möchte, kann diese noch bei Tina Rohr erhalten.
Die Nordrhein – Westfälische Taekwondo Union (NWTU) richtete
ihre zweite Dan Prüfung, die sogenannte Schwarzgurt Prüfung für Menschen mit
körperlichen und geistigen Einschränkungen in Dortmund aus.
Vorreiterrolle
der NWTU
Richard Solarski, Landesprüfungsreferent der NWTU war seinerzeit
einer der Impulsgeber für diese Veranstaltung. Dabei müssen die Prüflinge nicht
ein anderes Prüfungsprogramm absolvieren andere Schwarzgurte. Hier muss man nur
auf die körperlichen Einschränkungen Rücksicht nehmen.
v.l.n.r. Muhammed Kocer, Stefanie Dumrath, Turgay Ertugrul
Als Prüfergremium wurde für diese Dan-Prüfung Turgay Ertugrul
aus Essen, Stefanie Dumrath aus Köln und Muhammed Kocer vom ausrichtenden
Verein Taekwondo Team Kocer eingeladen. Für diese Sonderprüfung brachten alle
drei Bundesprüfer fachliche oder berufliche Qualifikationen im Themengebiet der
Inklusion mit. Zudem nahm Arndt Mallepree, als Beauftragter der Deutschen
Taekwondo Union teil
Prüfung auf
hohem Niveau
Ein besonderes Highlight war die Teilnahme von Christopher Frömmgen,
einen Para-Sportler, welcher letztes Jahr bei der Weltmeisterschaft die Goldmedaille
errungen konnte. Besonders hier ist es Wertzuschätzen, wenn Leistungssportler
weiter ihren sportlichen Werdegang vorantreiben
und nicht sich auf Ihren Lorbeeren ausruhen.
Dass sich die anwesenden vier Teilnehmer sehr gut auf diese
Prüfung vorbereitet hatten, wurde klar vom Prüfungsvorsitzenden Turgay Ertugrul
beschrieben. Die von der Prüfungsordnung der Deutschen Taekwondo Union (DTU)
geforderten Vorgaben wurden voll erfüllt.
Nicht als Selbstverständlichkeit
betrachten
Dabei ist „Inklusion“ nicht immer selbstverständlich, so Kocer.
Kampfsport hat zwar einen inklusiven Charakter, jedoch sind viele Vereine immer
noch sehr distanziert zu diesem Thema. Selbst in Dortmund, wo knapp 20 Gruppen
und Vereine Taekwondo betreiben, gibt es nur 1-2 weitere Vereine. Das liegt
auch oft daran, dass viele Vereine auch händeringend Trainer suchen. Und dann
sich noch für gesellschaftliche Themen begeistern. Das ist sicherlich zu viel.
Auf die Frage, ob es sofort bei uns im Taekwondo Team Kocer geklappt
hat, würde ich mal ein klares NEIN nennen. Wer sich mit dem Thema und vielen
anderen beschäftigt, weiß auch die zahlreiche Arbeit. Aber wenn es klappt, dann
ist es wie so oft im Leben einfach nur schön.
Wer Fragen zum Thema Inklusion im Taekwondo-Sport hat, kann sich gerne beim Para-Beauftragten des Landesverbandes Arndt Mallepree erkundigen.
Zur Dan Prüfung der Nordrhein-Westfälischen Taekwondo Union (NWTU) reisten 21 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesland nach Dortmund an. Als Ausrichter der Dan Prüfung fungierte der Verein Taekwondo Team Kocer e.V., welcher diese im Auftrag der NWTU bereits zum fünften Mal ausrichten durfte.
Ein Jahr Vorbereitungszeit
Die anwesenden Prüflinge wurden in mehrere Gruppen unterteilt, welche die Alters- und Graduierungsspezifikationen berücksichtigte. Während die jüngste Teilnehmerin gerade mal 13 Jahre alt war, konnte der älteste Teilnehmer bereits 50 Jahre vorweisen.
Drei Bundeprüfer
Als Prüfungsgremium werden immer erfahrene Prüfer eingesetzt, so der Landesprüfungsreferent der NWTU, Richard Solarski aus Köln. Den Vorsitz hatte der Vizepräsident der NWTU, Franz-Peter Erberich. Die weiteren Bundesprüfer Levent Büyüktunca aus Neuss und der Vorsitzende des Dortmunder Vereins Muhammed Kocer machten das Team komplett.
In der knapp 7 Stunden dauernden Prüfungsdauer wurden die Kampfsportler den ganzen Tag lang in den verschiedenen Disziplinen des olympischen Taekwondo-Sports geprüft. Es begann mit dem Prüfungsfach „Grundtechniken“. Im Bereich Formenlauf stellten die Teilnehmer die für die Prüfung notwendige Poomsae, ähnlich einer Kür. Hier müssen die Sportler vor dem anwesenden Publikum das Publikum und das Prüfungskomitee überzeugen.
Nach diesem Prüfungsfach legte sich die anfängliche Nervosität ein wenig, zumal die zweite Disziplin Ilbo-Taeryon, ein abgesprochener Zweikampf, mit einem Partner vollzogen wird. Im Bereich des olympischen Zweikampfes wurde nach taktischen oder technischen Anweisungen gekämpft, bevor die Prüflinge unter realistischen Bedingungen ihr erlerntes umsetzen konnten.
Beim Prüfungsfach Selbstverteidigung mussten die Anwärter Angriffe mit Fuß oder Faust, Stock oder Messer parieren beziehungsweise sich aus dem Stand oder Bodenlage befreien. Bei den für die Zuschauer immer an der spektakulärsten Disziplin zerschlugen die Teilnehmer mit zum Teil spektakulären Techniken mehrere Zentimeter dicke Bretter.
Das gelang bei den meisten Prüflingen mehrheitlich ohne große Probleme. Am Ende reichte es zwar nicht für alle Prüflinge, jedoch sollte dies nicht als eine Niederlage gewertet werden, sondern die Stärke zeigen, wieder aufzustehen und noch intensiver sich vorzubereiten.
Bildquelle: Richard Solarski
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